Der Teufelsgipfel, der Feenweg, die Höllenschlucht, der Pilatus-See, all das sind nur einige der bezeichnenden Namen im Reich der Sibilla.
Die wundervolle Landschaft der "Himmelblauen Berge", wie Leopardi sie genannt hat, führt uns in die Legenden und mittelalterlichen Mythen wie die der Sibilla, die zu Christi Geburt in die Pforten zur Hölle verdammt wurde, dorthin, auf den Berg, der Ihren Namen trägt. Oder zurück zur eindrucksvollen Erzählung, nach welcher der Leichnam des Pontius Pilatus, auf einen Karren gepackt, der von Ochsen gezogen wurde, in die eiskalten Fluten eines ursprünglichen Gletschersees zu Füssen des Monte Vettore stürzte. Das ganze Mittelalter hindurch galt der Pilatus-See als Ort der Nekromanten, Hexen und mysteriösen Gestalten, zu denen auch Cecco d’Ascoli zählte. In der Folgezeit richtete die Literatur ihr Augenmerk auf herrliche und mythische Orte mit Persönlichkeiten wie De la Salle und den Abenteuern des "Guerrin Moschino" oder der große Richard Wagner, der die Legende in seinem Thannhäuser aufnahm.
Dieser Abschnitt des Apennin mit seinen ca. 40 qKm und Gipfeln über 2000 m, bietet den Wanderfreunden und Langläufern die Möglichkeit, die Wege der Pilger und Mönche nachzuvollziehen, die der Aufrechten und der Räuber, die in dieser Zone präsent waren vom Hochmittelalter bis in die moderne Zeit.
Die natürliche Fortsetzung der Sibillinen sind die Monti della Laga, die von kristallklaren Wassern gekennzeichnet sind, von einer Lieblichkeit, die von kahlen Gipfeln zu den nahen Hügeln hinab reicht. Die zwei Gebirgszüge, geschützt durch die Nationalparks der Sibillinen und der Monti della Laga, sind Heimat seltener Arten der Fauna und einer reichen und vielfältigen Flora. Bei Aufenthalten sowohl im Sommer als auch im Winter bieten sie lokale Spezialitäten, die von Fleisch auf dem Grill, Pilzen, Käsesorten, Honig, Kastanien, bis zu Trüffeln und anderen Leckereien reichen. Den Park zu entdecken bedeutet, die Natur zu leben und zu verstehen, ein Territorium, das von einer einzigartigen und unvergleichlichen Originalität geprägt ist, das Ergebnis eines harmonischen und Jahrtausende alten Einklangs zwischen Mensch und Ambiente, die wussten, sich aufeinander einzustellen in einem evolutionären Miteinander, das sehr zerbrechlich und empfindlich ist.
Die Gemeinden innerhalb des Parks zu besuchen bedeutet eine unvergessliche Gelegenheit, die Faszination vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen, die Schätze der Menschen zu entdecken, die so wunderbar an die Natur angepasst sind und eine Erfahrung reifen zu lassen, die für jeden Besucher, auch unter kulturellem Aspekt, lebendig und unvergesslich bleibt.
Sie finden Orte, die auf den Hügelkämmen liegen, die über den Tälern thronen, kleine Ansiedlungen reich an Geschichte und Natur, mit Befestigungen und umgebenden Mauern, die die Erinnerungen an eine glorreiche Vergangenheit lebendig halten.
Außerdem das Thermalwasser von Acquasanta, das schon zu römischen Zeiten bekannt und berühmt war, das in der sagenhaften "Grotta-Cratere Orsini" herabfließt, einem Wunderwerk der Natur.
Hinsichtlich des Klimas und der Gastlichkeit ist Acquasanta Terme auch ein Urlaubsort des zentralen Apennin für bequeme Spaziergänge, Ausflüge, für Jäger und Angler. Durch die schmackhafte, traditionelle und gesunde lokale Küche hat es sich zu einem stets beliebter werdenden Ort entwickelt.
